Oszillographie und Knöcheldruckmessung (ABI) - Interne Gruppenpraxis am Leberberg

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Oszillographie und Knöcheldruckmessung (ABI)

 

Was  versteht man unter ABI-Messung ?

Die ABI-Messung ist ein Untersuchungsverfahren, das in erster Linie in der Diagnostik der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) angewendet wird. Bei dieser Gefäßerkrankung kommt es zu einer Verengung der Arterien, die die unteren Extremitäten versorgen und somit zu Durchblutungsstörungen in den betroffenen Gliedmaßen.

Die Abkürzung "ABI" steht für den englischen Begriff "Ankle Brachial Index" und kann mit Knöchel-Arm-Index übersetzt werden.
Bei der ABI-Messung wird der  Blutdruck im Arm mit dem Blutdruck im Bereich des Fußknöchels verglichen. Der aus diesen zwei Messwerten ermittelte Knöchel-Arm-Index errechnet sich daher folgendermaßen:

Ankle Brachial Index (ABI) = systolischer Blutdruck Knöchel / systolischer Blutdruck Arm

Mittels dieser Untersuchungsmethode können wir eine PAVK erkennen und ihren Schweregrad beurteilen.

Wie funktioniert die ABI-Messung?
Grundprinzip der Methode ist die klassische Blutdruckmessung mithilfe einer Blutdruckmanschette.
Es gibt zwei Methoden der Erfassung des ABI:

  • Doppler-Sonographie: Eine Ultraschalluntersuchung, bei der der Blutfluss in den Arterien sichtbar bzw. hörbar gemacht wird.

  • Oszillometrische Ermittlung: dabei werden durch die Pulswellen verursachten Druckschwankungen (Oszillationen) über spezielle Arm- und Beinmanschetten erfasst und EDV-unterstützt in Blutdruckwerte umgerechnet.


Wann wird der ABI bestimmt ?

  • Erkennung einer   peripher arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK)

  • Bestimmung des Schweregrads der PAVK  


Welche Werte sind normal?
Zwischen dem systolischen Blutdruck im Arm und jenem im Bein bzw. im Knöchelbereich bestehen beim gesunden Menschen kaum Unterschiede.
Ein Knöchel-Arm-Index zwischen 0,9 und 1,2 gilt als normal.
Werte unter 0,8-0,9 deuten mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf hin, dass eine Durchblutungsstörung im Bereich der Becken- und Beinarterien vorliegt. Und zwar auch dann, wenn bei den Betroffenen noch keine Symptome der PAVK aufgetreten sind.

Wann sollte die ABI–Messung durchgeführt werden ?

  • Bei Symptomen, die auf das Vorliegen einer PAVK hindeuten

  • Aber auch bei asymptomatischen Patienten, wenn folgende Risikofaktoren für das Entstehen einer PAVK vorliegen:

- Rauchen
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- starkes  Übergewicht
- Hypertonie(Bluthochdruck)
- erhöhte  Cholesterinwerte


 
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